Gedanken über...


Überforderte Ordnerdienste, ungeschulte Securitys und unfähige Polizisten kann man so gut wie an jedem Spieltag in Österreich erleben. Und wer darf es ausbaden? Natürlich wir. Die Fans! Wir mussten im Laufe der letzten Saisonen mehr als schlechte Erfahrungen mit Ordnungskräften in diversen Hallen machen. Aber nicht nur in der Fremde auch bei unseren Heimspielen machten wir mehr als schlechte Erfahrungen. Es beginnt schon beim Einlass. Dort stehen fast immer die gleichen Ordner und kennen auch unsere Gesichter und wissen genau ob Derjenige bei einem Fc dabei ist oder nicht. Wenn wir mal neues Material in die Halle mitnehmen wollen ist das mittlerweile zu einer langwierigen Farce geworden. Es muss erst ein Security seinen mehr als gelangweilten Chef verständigen ob das in Ordnung ginge. Erst nach gut 15 Minuten bekommen wir das OK, haben wir so etwas notwendig? Wir sind beim Verein bekannt, man kennt uns und behandelt uns als hätten wir vor die Halle umzubauen. Noch schlimmer sind die Erfahrungen bei Auswärtsspielen. In Linz wurde uns zum Beispiel erst gegen Spielende das mitgenommen Megaphon genehmigt. Wir mussten mit den örtlichen Ordnern so lange verhandeln weil das Megaphon als „mögliches Wurfgeschoß“ eingestuft wurde. Da fragen wir uns schon: „Warum sollten wir unser teures Megaphon aufs Eis werfen?“ Wir lassen uns ja noch einreden wenn eine Fahne oder ein Doppelhalter zu groß ist oder die Stange nicht aus Plastik ist aber ein Megaphon als Wurfgeschoß einstufen ist doch ein bisschen sehr weit hergeholt. Noch schlimmere Erfahrungen machten wir in Villach und in Laibach. Von wegen dein „Freund und Helfer“ gilt bei der Villacher Polizei. Als wir unsere Fahnen, Doppelhalter und Trommeln zur Halle brachten wurden diese wie gewohnt strengstens kontrolliert und ein Polizist entschied aufgrund der Bemalung ob wir sie mit in die Halle nehmen dürfen oder nicht! Der Doppelhalter mit dem Spruch: „Für jeden Spaß zu haben Tel. 133“ wurde uns abgenommen. Ebenso ein Anderer den wir nach dem Spiel nicht mehr zurück bekamen. Aber auch die Villacher „Möchtegern Security“ ist bei einem Spiel restlos überfordert. 2 unsere Leute wurde schon angedroht, sie aus der Halle zu verbannen nur weil sie gegnerische Spieler beschimpften. Bei einem anderen Match in Villach attackierte ein Ordner unseren Trommler nur weil er auf einer Stange saß um zu trommeln.

Noch schlimmer geht es allerdings in Laibach zu. Es begann schon beim Ausstieg aus dem Bus. Doppelhalter und Fahnen durften wir wegen den Plastikstangen nicht in die Halle mitnehmen. Nach dem ersten Drittel wurde einer unserer Jungs sogar von der Polizei aus der Halle verwiesen, nur weil er sich beschwerte weil ein Laibacher seine Zigarette in sein Bier warf. Wir mussten sogar die Halle nach dem letzten entscheidenden Play-Off Spiel binnen kürzester Zeit räumen und durften mit unserer Mannschaft nicht einmal den Meistertitel feiern!

Wir möchten mit dieser Botschaft



„EISHOCKEYFANS SIND KEINE VERBRECHER“



auf unsere Problematik aufmerksam machen. Es kann nicht sein, dass die Fans, die den Eishockeysport so beleben wie Verbrecher behandelt werden. Wir kämpfen weiterhin gegen Willkür und fordern mehr Gerechtigkeiten und Akzeptanz in den Hallen bzw  den Kurven.




Fans und Red Bull:



Wir FANATICS SALZBURG haben uns ein großes Ziel gesetzt, die Fanszene in der Mozartstadt neu zu beleben. Wir wollen ein neues Feuer der Begeisterung für Eishockey in Salzburg entfachen bzw. Eishockey zu einem Erlebnis in Salzburg machen. Die Leute sollen auf die Spieltage hinfiebern, den Salzburger Volksgarten füllen und auch auswärts unser Team mit einem würdigen lautstarken Support unterstützen.

Allerdings will uns niemand ernst nehmen. Der Name Red Bull hat unter den Fans andere Vereine seit der Übernahme von der Salzburger Austria beim Fußball einen mehr als schlechten Ruf. Auf der einen Seite gab es beim Fußball Traditionsvereine wie zum Beispiel die beiden Wiener Clubs, auf der anderen Seite Vereine wie Superfund und Red Bull. Man konnte immer von Duellen „Traditionen gegen den Kommerz“ lesen. Zudem zeigte fast die ganze Fan-Welt Solidarität mit der neu gegründeten Salzburger Austria. Seitdem war Red Bull allen Fans ein Dorn im Auge. Es wurde der Wechsel der Vereinsfarben sowie deren Umgang mit der Geschichte schärfstens kritisiert. Doch was hat das alles mit Eishockey zu tun?

Viele Eishockeyfans in Österreich wissen gar nicht, dass Red Bull schon seit Jahren Partner beim Salzburger Eishockey ist. Seit dem Jahr 1987 ist Red Bull Sponsor, jedoch löste sich der Verein  wegen mangelnden Kapitals später auf. Später im Jahr 2000 stieg Red Bull wieder beim Eishockey ein und die sportlichen Perspektiven stiegen wieder. Bis heute hat sich in Salzburg einiges geändert. Die Halle wurde geschlossen, renoviert und ist heute eine der schönsten und modernsten in Österreich. Auch die Nachwuchsarbeit wird gefördert.

Sogar die Salzburger Zuseher kamen wieder, die vorher etliche Höhen und Tiefen mitmachen mussten. Salzburg war bis dato nicht eine der Eishockeystädte wie die Kärntner Vereine KAC und der Villacher SV oder aus Vorarlberg die VEU Feldkirch. Unsere Vereinsgeschichte ist noch lange nicht so glorreich wie die der vorher genannten Vereine jedoch wird Salzburg auch in Zukunft eine Top-Adresse im österreichischen Eishockey sein.

Allerdings wollen viele Fans anderer Vereine das nicht war haben und werfen uns mit den Fußballanhängern von Red Bull in einen Topf. Zu unrecht sagen wir! Es gibt bei uns im Fc natürlich auch Leute die sich für Fußball interessieren aber das ist vollkommen zweitrangig. Wir sind Eishockeyfans und haben es satt mit den Fußballern verglichen zu werden. Es spricht schon für die Kreativität eines Villacher Fanclubs ein Spruchband mit dem gleichen Spruch zu malen, dass schon zuvor beim Fußball gesehen wurde. Man kann sagen es ist quasi modern gegen Red Bull zu sein. Wir sind schon bemüht anderen Fans unsere Lage zu schildern und es gibt auch welche die Einsicht zeigen. Der Verein befindet sich ja wirtschaftlich in keiner schlechten Verfassung und uns ist auch klar das Geld keine Spiele und Meisterschaften gewinnt. Wir FANATICS SALZBURG stehen zu dem Sport Eishockey und auch zu unserem Verein. Bis jedoch Red Bull beim Eishockey-Sport von allen Fans anerkannt wird ist es ein langer steiniger Weg den wir bereit sind zu gehen.



Fanatics Salzburg, Mai 2008



Ultrá-Szene und Eishockey



Auch in der Eishockey-Szene hat sich einiges geändert. Blickte man noch vor gut 20 Jahren in die Hallen, konnte man genügend „Kuttenträger“ und unorganisierte Fans entdecken. Der Eishockeyfan von heute orientiert sich jedoch immer mehr an den Kurven, die man vom Fußball kennt, doch lässt sich die so genannte Faszination Ultrá mit dem Sport Eishockey überhaupt verbinden?

Die Kurven erlebten in den letzten Jahren einen starken Wandel. Es wurde viel mehr Wert auf Organisation gelegt. Ein gemeinsames Auftreten mit gemeinsamen Gesang stand dabei primär im Vordergrund. Vorbild waren dabei sicherlich die Kurven in diversen Fußballstadien und die damit verbundenen „Ultras“. Jeder von uns kennt auch diverse Ultrá orientierte Gruppen,

jedoch gibt und wird es auch nie eine genaue Definition für „Ultrá“ geben. So findet man beim Eishockey einige Gruppen, die sich fälschlicherweise als Ultras ausgeben aber in Wirklichkeit gar keine sind. Wie kann es nur dazu kommen? Vermutlich weil viele den Namen toll finden, jedoch nicht wissen, was er überhaupt bedeutet. Andererseits stellt sich auch die Frage: Ab wann bin ich ein guter Ultrá? Bin ich ein guter Ultrá wenn ich bis zur letzten Minute laute singe, meine komplette Freizeit für die Gruppe opfere, gegen Alles und Jeden bin oder man sich das Vereins Wappen tätowieren lässt?

Die Antwort sei jedem selbst überlassen, allerdings wenn man sich die österreichische Eishockey-Fanszene so ansieht muss man feststellen, dass alle so genannten Ultrá orientierten Gruppen gar keine Ultras sind! Zum Beispiel tragen einige ihre Fanartikel auf denen man Sponsoren entdecken kann; so viel zum Thema Selbstrepräsentation!!! Auch kämpfen solche Ultras nicht gegen die Kommerzialisierung beim Eishockey an. Haben etwa die Eishockey-Ultras den Kampf gegen den Kommerz aufgegeben oder erst gar nicht angefangen? Weiters lassen sie sich auch vom eigenen Verein unterstützen. Also kurz zusammengefasst viele Widersprüche in sich! Wir Fanatics Salzburg sagen ganz klar, dass wir keine Ultrá orientierte Gruppe sind, weil der Weg eines Ultrá beim Eishockey weder in Salzburg, noch in Österreich möglich ist. Wir wollen mit diesem Text die Leute zum nachdenken anregen und ihnen klar machen, dass man unter den gegebenen Umständen der Faszination Ultrá nicht nachkommen kann!







So lautet der Name einer Kampagne, die nach der Novellierung des Pyrotechnikgesetztes am 4. Jänner 2010 ins Leben gerufen wurde. Der Stein des Anstoßes war die Verschärfung des Pyrotechnikgesetzes im Bezug auf Sportveranstaltungen, welche bei Verstoß mit drakonischen Strafen geahndet wird. Haftstrafen oder auch Geldstrafen bis zu EUR 4000 wären die Konsequenz. Nicht nur das zünden von Feuerwerkskörpern egal welcher Klasse ist während oder in unmittelbarer Nähre der Veranstaltung ist untersagt, sondern auch schon der bloße Besitz! Das heißt also, sollte jemand bei einer Sportveranstaltung „Wunderkerzen“ oder „Sterndlspritzer“ (Feuerwerksklasse 1) bei sich haben und diese noch nicht einmal angezündet haben, dann muss derjenige rechnen tief in die Tasche greifen zu müssen. Doch welche Bedrohung stellen denn bitte Wunderkerzen für Zuschauer dar? Werden als nächstes zu Weihnachten die Christbäume in Österreich verboten weil jedes Jahr ein paar wegen Wunderkerzen abbrennen?

Es wird auch nicht Unterschieden bei welcher Sportart das abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten wird. Beim Eishockey oder Fußball kritisiert und bestraft, beim Skifahren hingegen positiv wahr genommen, obwohl dort in der Menschenmenge ein unvorsichtiger Gebrauch, eine viel größer Gefahr darstellt.

Ein weiterer Fehler im Denken des Innenministeriums und der Presse ist jener, dass Bengalisches Feuer mit Verbrechen gleich gestellt wird. Dabei verwenden Fans Pyrotechnika egal welcher Klasse eben als Stilmittel und nicht wie fälschlicherweise berichtet, um Gewalt auszuüben. Aber warum wird das oft zitierte „Feuer der Begeisterung“ mit Gewalt gleich gesetzt?

Die Fans dieser Kampagne stehen für einen Pflichtbewussten Umgang mit pyrotechnischen Artikeln jeder Klassen. Es ist und war nie die Absicht andere Fans/Zuschauer zu verletzten und deshalb wird auch der Gebrauch von Böller/Krachern verurteilt! Wir lassen uns unser Feuer wegen an einem mit Haaren herbei geführten Gesetz nicht nehmen! Es wird garantiert weiter brennen!!!






WE DON’T LIKE THURSDAYS!


Mit dieser gemeinsamen Aktion der Gruppen Wings United (Linz), Icefire Wien, Absolut Villach und Fanatics Salzburg wollen wir auf den mehr als fanfeindlichen Donnerstagstermin aufmerksam machen. Gerade im Play-Off, der entscheidenden Phase möchten wir Fans unser Team sowohl zu Hause als auch Auswärts bestmöglichst unterstützen. Obwohl der TV-Partner wechselte, stellt sich der Neue quer und blockiert unser Vorhaben bzw. unsere Interessen. Mit Spruchbändern in den Hallen sowie offenen Briefen an die Liga und an ServusTV möchten wir die Problematik der Fans für alle transparent machen.



Linz/Villach/Salzburg/Wien, am 14.02.2011

Btfr.: Play-Off-Termine am Donnerstag

Sehr geehrter Herr Feichtinger! Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Bedauern mussten wir feststellen, dass auch im heurigen Jahr – und das obwohl der TV-Partner geändert wurde – an den Donnerstag-Terminen in den Play-Offs festgehalten wird. Die Donnerstage sind als extrem fan-unfreundlich zu bezeichnen, da es hier oftmals für die Anhänger der Auswärtsmannschaft ohne das Nehmen eines zusätzlichen Urlaubstages unmöglich wird, sein Team live vor Ort anzufeuern.

Gerade in einer Liga wie der Erste Bank Eishockey Liga, die durch das freundliche Miteinander der Fangruppierungen untereinander charakterisiert ist, muss man es als doppelt bitter bezeichnen, dass gerade in der entscheidenden Phase der Saison der wohl best-geeignete Freitag dem von allen Seiten kritisch betrachteten Donnerstag geopfert wird. In den Vorjahren war die Begründung stets, dass aufgrund der TV-Partnerschaft mit Sky das Ausweichen auf diesen Tag aufgrund der Fußballübertragungen notwendig sei; mit dem neuen Partner Servus TV stellt sich diese Problematik aber aus unserer Sicht nicht mehr.

Um unseren Missmut über die Play-Off-Terminisierung kund zu tun, haben sich die vier aktivsten Fangruppierungen der Erste Bank Eishockey Liga, Wings United, Fanatics Salzburg, Absolut Villach, und der Fanclub Icefire Wien zusammengetan, um in diesem offenen Brief einen Appell an die Ligaverantwortlichen zu richten, von dieser Terminisierung in der kommenden Saison abzugehen.

Wir möchten unsere Spieler gerade in der alles entscheidenden Phase der Erste Bank Eishockey Liga möglichst zahlreich und stimmkräftig in den Eishallen unterstützen; bitte geben Sie uns ins Hinkunft auch die Chance hierzu.

Wir ersuchen um Ihre Stellungnahme.



WE DON`T LIKE THURDAYS!

Bilder Dazu gibts hier

Den  1ten  offenen Brief hier

Den  2ten  offenen Brief hier